Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens

Kinomontag
Datum/Zeit

4. Dezember 2017
18:00 Uhr

Veranstaltungsort
Team Stronach Akademie

Inhalt. Dieser Film ist an Bram Stokers Roman „Dracula“ angelehnt. Um die verweigerten Rechte zu umgehen, wurden allerdings Orte und Namen geändert.  In einem Sarg auf einem Schiff versteckt, gelangt Graf Orlok (Nosferatu) von Transsilvanien in die fiktive deutsche Stadt Wisborg. Der Vampir bringt eine Rattenplage und die Pest mit. Als eine beherzte Frau die Zusammenhänge ahnt, opfert sie sich, verbringt freiwillig eine Nacht mit Nosferatu und hält den Vampir so lange fest, bis er im Sonnenlicht zu Asche zerfällt.

Rezeption:  Nosferatu ist einer der ersten Vertreter des Vampir/Horrorfilm-Genres. Aufgrund seiner herausragenden visuellen Gestaltung gilt er als expressionistischer Filmklassiker und eines der wichtigsten Werke des Kinos der Weimarer Republik. Nosferatu ist aber weit mehr als nur ein Horrorfilm. In der Adaption von Bram Stokers Dracula werden die Schrecken des Ersten Weltkriegs verarbeitet. Graf Orlok (Nosferatu) wird als Tyrann gezeichnet, dem die Einwohner der Stadt ohnmächtig gegenüberstehen. Auch Van Helsing, welcher in Stokers Roman gegen den Vampir ankämpft und somit Hoffnung symbolisiert, hat keine entsprechende Rolle im Film. Die Pest, die Orlok in die Stadt einschleppt und die vielen Todesopfer fordert ist ein weiters Symbol für den Krieg.

Nosferatu war ein finanzieller Misserfolg. Zudem verlor die Produktionsfirma einen Urheberrechtsstreit mit der Witwe Bram Stokers. Die Filmkopien mussten vernichtet werden, einige von ihnen blieben aber unversehrt.

Team Stronach Akademie
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