Der Krypto-Krimi

22. März 2018 – Michael Brückner

Der Krypto-Krimi

Zuerst der atemberaubende Boom und dann der spektakuläre Crash Anfang des Jahres: Ist da nur die Bitcoin-Blase geplatzt, oder sollen – wie vor einigen Jahren beim Gold – den Menschen Alternativwährungen zum Papiergeld madiggemacht werden? Hier die Hintergründe und die Hintermänner.
Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise verstand manch verunsicherter Anleger plötzlich die Welt nicht mehr. Der Versuch, Papiergeld in Goldmünzen zu tauschen, schlug häufig fehl oder erforderte ein hohes Maß an Geduld, da selbst renommierte Edelmetallhändler ausverkauft waren. Auch Goldbarren waren stark gefragt. Steigt die Nachfrage, müsste die betreffende Ware normalerweise deutlich teurer werden. Doch was geschah damals im Jahr 2008? Der Goldpreis fiel deutlich und erreichte die Schwelle von 1.000 US-Dollar pro Feinunze. Es gab nur eine Erklärung für diese Preisentwicklung, die gleichsam das kleine ökonomische Einmaleins auf den Kopf stellte: Irgendjemand musste im Hintergrund mit viel Geld den Goldpreis manipulieren. Der Edelmetallexperte und Autor Dimitri Speck hat die Vorgänge rund um den Goldpreis im Jahr 2008 genau analysiert. Seine Erkenntnis: „Trotz der starken Goldnachfrage seitens der Sparer und Anleger fiel der Preis plötzlich. Das wurde durch Interventionen erreicht. […]. Das ganze System befand sich in einer äußerst kritischen Phase. Also wurde der Goldpreis gedrückt.“

Obwohl also jeder, der sich mit Edelmetallen auskannte, damals wusste oder zumindest ahnte, dass Manipulation im Spiel war, um das hochgradig gefährdete Papiergeldsystem zu retten, galt diese Interpretation zunächst als „Verschwörungstheorie. Von wegen. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass mehrere große Finanzhäuser, darunter auch die Deutsche Bank, wegen Manipulation im Handel mit Gold- und Silber-Futures Strafen in Höhe von insgesamt 46,6 Millionen US-Dollar zahlen müssen. Es war nicht das erste Mal, dass sich Gerichte mit diesem Thema beschäftigten.

Experten sind sich allerdings sicher: Nicht nur große Geschäftsbanken hatten seinerzeit ihre Finger im Spiel. Noch einmal Dimitri Speck: „Vermutlich haben einige Notenbanken damals ziemlich viel Geld aus den eigenen Beständen in die Hand genommen und über die Goldleihe in den Markt gebracht.“ Vorrangiges Ziel sei es gewesen, durch blitzartige Kursstürze Anleger zu vertreiben und das Vertrauen in den „sicheren Hafen Gold“ zu unterminieren.

Dafür gab es aus Sicht von Regierungen und Notenbanken einen guten Grund: Auf dem Höhepunkt der Finanz- und der späteren Euro-Krise hinterfragten immer mehr Menschen das sogenannte Fiat-Geld („Es werde Geld“), also die gängigen Papiergeldwährungen. Die anhaltende Flucht ins Gold war ein Misstrauensvotum gegenüber den Notenbanken, Geschäftsbanken und Regierungen. Sie musste gestoppt werden. Der dramatische Sturz des Goldpreises sollte suggerieren: Auch das gelbe Edelmetall ist keineswegs so sicher, wie viele Menschen glauben.

Gestern Gold, heute Kryptowährungen?

In den vergangenen Wochen hatten die Anleger ein Déjà-vu-Erlebnis, nur dass eben nicht Gold oder Silber die Hauptrolle in diesem Krimi spielten, sondern die Kryptowährungen, allen voran der Marktführer Bitcoin. Nach einer beispiellosen Preisrallye kostete der Bitcoin kurz vor Weihnachten 2017 bis zu 20.000 US-Dollar. Auch die anderen führenden Kryptowährungen waren spektakulär im Preis gestiegen. Gleich im neuen Jahr indessen stürzten die Preise dramatisch ab. Da sei eben eine Blase geplatzt, hieß es. Natürlich! Natürlich? Wer verfolgte, was da in den ersten Wochen des Jahres 2018 im Zusammenhang mit den Kryptowährungen geschehen war, geriet zumindest ins Grübeln. Tatsächlich gibt es eine Reihe von Hinweisen, dass auch auf diesem Markt die Preise wieder dreist manipuliert wurden.

Um der Indizienkette folgen zu können, muss man zurückblicken auf den 8. November 2016. Im medialen „Windschatten“ der US- Präsidentschaftswahlen entwertete die indische Regierung die Geldscheine des Landes. Verantwortlich für diesen Schritt, der die Nation in den Wochen danach ins Chaos stürzte, war Premierminister Narendra Modi. Seither gilt Indien gleichsam als Versuchslabor eines weltweiten Bargeldverbots (wobei, das sei angemerkt, die „Laborergebnisse“ bisher verheerend ausfallen).

Indiens Premier Narendra Modi: Kampf gegen Bargeld und Kryptowährungen

Zu den wichtigsten Zielen der Bargeldabschaffung oder zumindest der Bargeldrestriktionen gehört es, anonymes Zahlen unmöglich zu machen oder zumindest stark einzuschränken. Der Mensch wird zum gläsernen Kontosklaven seiner Hausbank. Genau das würden die Kryptowährungen verhindern. Sie sichern den Nutzern nicht nur Anonymität, sondern umgehen – sieht man von der Bitcoin-Alternative Ripple einmal ab – bewusst das herkömmliche Bankensystem. Und genau das schätzen die Anhänger der Kryptos. Wer also gegen das Bargeld kämpft, kann logischerweise auch keine Kryptowährungen zulassen. Es gilt somit, das Vertrauen in dieses virtuelle Geld zu zerstören. Und was wäre dazu besser geeignet als ein spektakulärer Crash, wie wir ihn Anfang des Jahres erlebten? Hierzu bedurfte es einer konzertierten Aktion. Auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos wurde der indische Premierminister Narendra Modi gleichsam als internationale Lichtgestalt und als „Anti-Trump“ glorifiziert. Gleichzeitig kündigte sein Finanzminister Arun Jaitley im Januar an, Indien werde Bitcoins und die anderen Kryptowährungen für Bezahlvorgänge oder andere Transaktionen verbieten – angeblich, um Betrug und illegale Geschäfte einzudämmen. Zudem erhielten Zehntausende von indischen Anlegern im Januar Post von den Steuerbehörden. Die Finanzämter forderten zur Zahlung von Kapitalertragssteuern auf, falls sich die Anleger bei ihren Geschäften der Kryptowährungen bedient haben sollten.

Schläge gegen den Bitcon

Zuvor hatten bereits China, Japan und Südkorea zum Schlag gegen den Bitcoin und andere Kryptos ausgeholt. Im September vergangenen Jahres entschloss sich die chinesische Regierung, den Handel mit Bitcoins zu verbieten. Ende vergangenen Jahres traten dann auch in Südkorea Restriktionen in Kraft, mit deren Hilfe die Anonymität in den Bitcoin-Netzwerken außer Kraft gesetzt werden soll. Japan gilt zwar generell als sehr aufgeschlossen gegenüber den Kryptowährungen. Nicht zuletzt wohl, weil die Regierung hofft, dem verschnarchten Finanzsystem des Landes auf die Sprünge zu helfen und damit mittelfristig zu einem Zentrum der neuen digitalen Finanzwelt zu werden. Vor rund einem Jahr hat das Parlament in Tokio die Cyberwährungen Bitcoin und Ether als legale und konvertierbare Zahlungsmittel zugelassen. Seit vergangenem Juli entfällt sogar die Umsatzsteuer beim An- und Verkauf von Kryptogeld. Die japanische Financial Service Agency (FSA) erlebte in den vergangenen Monaten einen regelrechten Ansturm von Antragstellern auf Lizenzen, um einen Handelsplatz für Cybergeld eröffnen zu dürfen. Nach dem spektakulären Diebstahl von Kryptowährungen auf der Plattform Coincheck wollen nun jedoch auch die japanischen Behörden den Handel mit Kryptowährungen strenger kontrollieren als bisher.

Nach dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos gerieten der Bitcoin und die anderen Cyberwährungen dann von allen Seiten unter Beschuss (reiner Zufall?). Das in Werbefragen ansonsten nicht eben zimperliche soziale Netzwerk Facebook kündigte zum Beispiel an, keine Werbung mehr für Kryptowährungen oder ICOs (= Initial Coin Offering, siehe Info-Box) zuzulassen. Auch die US-Börsenaufsicht will verstärkt gegen diese ICOs vorgehen. Und die EU- Kommission richtet eine Beobachungsstelle für Blockchain-Technologie ein. Dabei gehe es darum, „Risiken und Potenzial“ dieser Technologie auszuloten, sagte Digitalkommissarin Mariya Gabriel Ende Januar in Brüssel. Dass mit der Bulgarin ausgerechnet eine EU-Kommissarin die Zuständigkeit für diese Themen hat, deren Land laut Index für die Digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) „immer noch hinterher hinkt“, sei nur am Rande vermerkt.

Begleitet wurde all dies durch höchst negative Kommentare von traditionellen Banken und deren Analysten. Mit an vorderster Stelle dabei: Goldman Sachs. Ausgerechnet als der Crash der Kryptowährungen einsetzte, veröffentlichte der Finanzkonzern ein Research-Papier, in dem es heißt, bei der „Bitcoin-Mania“ sei eine noch größere Spekulationsblase zu befürchten als beim „Dotcom-Hype“ der 1990er-Jahre. Auch die Medien, die einige Wochen zuvor noch den spektakulären Preisanstieg der Kryptos bewundert hatten, prügelten auf das Alternativgeld ein. Von einem Blutbad war da die Rede, von einem Milliardengrab und gigantischen Spekulationsblasen. Damit ein Crash besonders drastisch ausfällt, müssen die Kurse zuvor stark gestiegen sein – wie beim Bitcoin und den anderen Kryptos. Finanzexperte Professor Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim sprach schon Anfang des Jahres vom „Verdacht krimineller Kursmanipulationen, mit denen der Preis zuvor künstlich nach oben getrieben wurde“.

Konzertiert gegen die Kryptos

Keine Frage, mithilfe dieser konzertierten Aktion sollten die Kryptos niedergeknüppelt werden, damit die Menschen das Vertrauen verlieren. Die implizite Botschaft: Schaut her, die Kryptos sind ja noch schlechter als unser Papiergeld. Tatsächlich wird hinter vorgehaltener Hand bereits kolportiert, hinter den jüngsten kriminellen Attacken auf die Kryptoplattformen könnten große Nachrichtendienste stehen.

Wer auch immer diese konzertierte Aktion losgetreten hat, das Ziel wurde – zunächst – erreicht. „Strengere Regulierungen und eine Flut an negativen Nachrichten haben viele Spekulanten zu Gewinnmitnahmen veranlasst“, kommentierte der Analyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader den Kurseinbruch bei den Kryptos. Strengere Regulierungen und negative Nachrichten – genau dieser Cocktail erwies sich für die Kryptos als brandgefährlich. Daran dürfte sich auch künftig nichts ändern, obwohl Beobachter, die weniger der Propaganda verpflichtet sind, die Dinge durchaus gelassener sehen. Der ehemalige Banker Rolf Bertschi etwa, der zu den renommiertesten Spezialisten der technischen Analyse zählt, vertrat auf dem Höhepunkt der Kryptokrise eine interessante These: Er rechnet längerfristig mit einem Aufwärtstrend für viele Kryptowährungen. Interessant werde sein, ob einige hochverschuldete Staaten Kryptowährungen lancieren. Kryptowährungen wären dann sozusagen eine Fortsetzung des gegenwärtigen Währungssystems – aber mit anderen Mitteln. Andere, wie Julian Hosp, Gründer des Zahlungsdientes TenX, rechnen bereits im Laufe dieses Jahres mit einer deutlichen Erholung der Kryptos.

Was bedeutet dies für Anleger? Zumindest zweierlei: Er muss weiterhin mit einer hohen Volatilität der Cyberwährungen rechnen. Man sollte daher vorerst nur einen recht kleinen Teil seines Vermögens investieren und diesen auf mehrere Kryptowährungen mit hoher Marktkapitalisierung verteilen. In der mittlerweile schon unüberschaubaren Menge an Kryptowährungen erscheinen vor allem die folgenden Altcoins (steht für „alternative Coins“) interessant:

Die wichtigsten Altcoins

Bitcoin-„Klon“: Bitcoin Cash
genießt immer mehr Vertrauen

Der Bitcoin Cash, sozusagen ein „Klon“ des Bitcoin, wurde zum 1. August 2017 als Abspaltung vom Bitcoin aus der Taufe gehoben. In der Kryptoszene genießt der Bitcoin Cash ein zunehmendes Maß an Vertrauen. Er soll zum Beispiel gegenüber dem Bitcoin eine schnellere Ausführung ermöglichen, über eine robustere Blockchain-Technologie verfügen und geringere Kosten verursachen. Tatsächlich verkauften einige Kryptoinvestoren ihre Bitcoins und erstanden im Gegenzug die neue Digitalwährung Bitcoin Cash. Aktuell jedenfalls wird Bitcoin Cash in erster Linie zu spekulativen Zwecken und weniger für den Zahlungsverkehr verwendet. Insofern lässt sich nicht abschätzen, ob am Ende der „klassische“ Bitcoin oder der neue Bitcoin Cash als Sieger vom Platz gehen wird. Wie zu hören ist, planen die Entwickler des Bitcoin Cash in diesem Jahr zwei Updates. Ziel ist es, eine bessere Benutzerfreudlichkeit der Kryptowährung zu erreichen, was die Attraktivität von Bitcoin Cash (und damit den Kurs) steigern dürfte.

Obwohl der Druck durch den Bitcoin Cash also stetig zunimmt, bleibt der Ethereum (Ether) nach wie vor ein starker Konkurrent. Hinter dieser Digitalwährung stehen der junge, in Moskau geborene und in Toronto aufgewachsene Entwickler Vitalik Buterin und seine Stiftung Ethereum in Baar im Schweizer Kanton Zug. Seine Kryptowährung begeistert auch Banker und Berater. Der Consultingkonzern Accenture (ehemals Andersen Consulting) ging sogar eine Partnerschaft mit Ethereum ein. Auch die US-Großkonzerne Microsoft, Intel und JP Morgan Chase haben ihre Finger im Spiel, ebenso die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse. Die Absicht von Ethereum war, die Bitcoins um eine Software zu erweitern, die unter anderem smart contracts – also automatisierte Verträge oder Zahlungen ohne menschliche Überwachung – möglich macht. Insofern ist diese Währung für die Finanzbranche noch interessanter als der Bitcoin.

Die Spuren führen zu Google

Bei der Kryptowährung Litecoin, die oft als „kleine Schwester des Bitcoin“ bezeichnet wird, reichen die Wurzeln zurück zu Google. Der Entwickler Charlie Lee, der am 7. Oktober 2011 den Litecoin ins Leben rief, hatte zuvor für den US-Datenriesen gearbeitet. Trotz erheblicher Kurssteigerungen scheint Lee seinen Litecoins allerdings nicht allzu viel zuzutrauen. Vor einigen Monaten verkaufte er seine Litecoin-Bestände und warnte davor, diese Währung zu Preisen von 300 Dollar und mehr zu kaufen: „Das ist extrem riskant.“

Die Kryptowährung Ripple wiederum fällt ganz aus dem Rahmen der anderen Altcoins. Hinter Ripple steht jedenfalls ein Unternehmen, das sein Protokoll den Banken als Ersatz oder Ergänzung für das aktuelle und umstrittene Zahlungsnetzwerk SWIFT anbietet. Dennoch oder gerade deshalb ist der Wert des Ripple zunächst ebenfalls bemerkenswert gestiegen.

Dash, einer von vielen Bitcoin-Konkurrenten

Der Altcoin Dash tauchte erstmals im Februar 2014 auf. Das Akronym Dash steht für Digital Cash. Diese Digitalwährung ist – ähnlich wie der Bitcoin – vor allem als allgemeines Zahlungsmittel konzipiert. Dennoch glauben nur die wenigsten in der Kryptoszene, dass der Dash dem Bitcoin wirklich Konkurrenz machen könnte.

Die Kryptowährung Monero (steht in der Sprache Esperanto für Währung oder Münze) legt besonderen Wert auf Anonymität und Dezentralisierung. Kritiker behaupten daher, der Monero sei die bevorzugte Cyberwährung für das sogenannte Darknet, also das „dunkle Internet“, wo vor allem verbotene Dinge angeboten werden.

Unter dem Akronym IOTA (Internet of Things and Trangle) kam 2016 eine weitere Kryptowährung auf den Markt. Durch den Einsatz einer alternativen Technologie soll damit eine schnelle Abwicklung von Transaktionen ohne hohen Rechenaufwand und ohne Kosten möglich sein. Schon ein Jahr nach der Lancierung gehörte IOTA zu den zehn wertvollsten Kryptowährungen.

Fazit:

Trotz des Crashs zum Jahresanfang haben die Kryptowährungen mit hoher Marktkapitalisierung eine Zukunft, wenngleich bei anhaltend hoher Volatilität. Die dahinterstehende Blockchain-Technologie gilt als Motor der nächsten Generation des Netzes. Und dieser Motor wird auch die Kryptowährungen weiter antreiben, selbst wenn Sand ins Getriebe gestreut wird.


Info-Box

BLOCKCHAIN:

Die Blockchain-Technologie, auf dem Bitcoin und andere Kryptos aufbauen, erlaubt es, Informationspakete nicht mehr zentral, sondern verschlüsselt überall im Internet verteilt zu speichern. Dadurch wird ein hohes Maß an Transparenz und Rückverfolgbarkeit geschaffen („transparentes Kassenbuch“). Der größte Anwendungsbereich für die Blockchain- Technologie ist derzeit mit 30 Prozent der Banken- und Finanzsektor. Es folgen Regierungen und Verwaltung (13 Prozent) sowie Versicherungen. Die EU hat mit ihrem Forschungsprogramm Horizont 2020 und anderen Fonds seit 2013 Blockchain-Projekte mit insgesamt 83 Millionen Euro gefördert.

Info-Box

„GOLDFINGER-ATTACKE“:

Kritisch wird das Blockchain-System, wenn sich jemand mindestens 51 Prozent der Rechenkraft (Hashpower) aneignet. Dann kann er entweder ein ansehnliches Kryptovermögen abrufen oder das gesamte Netzwerk zum Zusammenbruch bringen. Experten fürchten, dass Nachrichtendienste mit entsprechenden finanziellen Ressourcen, wie die US-amerikanische NSA, dazu in der Lage wären.

Info-Box

ICO (Initial Coin Offering):

Methode des Crowdfundings, also der „Schwarmfinanzierung“. Start-ups oder junge Unternehmen nehmen auf diese Weise Kapital auf. Das Prinzip ähnelt also einem Börsengang (IPO), allerdings erhält der Anleger keine Aktien und keinen Eigentumsanteil, sondern Token. Das sind digitale Einheiten auf Basis bestehender oder neu geschaffener Kryptowährungen. Schlagzeilen machte vor einigen Wochen der Fotokonzern Kodak mit seiner Ankündigung, einen ICO abzuhalten und eine Kryptowährung herauszugeben.



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