Editorial

Linke Spießer und konservative Rebellen

Frank&Frei ist erfolgreich gestartet. Selbstverständlich gibt es bei den Verkaufszahlen noch viel Potential nach oben. Wir stehen erst am Anfang. Das Feedback auf die erste Ausgabe war überwältigend und fast ausschließlich positiv, sieht man von den hauptsächlich in Österreich heimischen Nörglern, Neidern und Klugscheißern ab, die zwar immer alles besser wissen und können, aber seltsamerweise selbst nie etwas zu Stande bringen. Aber auch deren Kritik muss man sich hart erarbeiten. Aus dem linken Lager und der Mainstreampresse kamen kaum Reaktionen, was zweierlei bedeuten kann: Frank&Frei ist (noch) zu unwichtig oder aber zu gut. Egal. Der erste Schritt ist getan, das Frank&Frei-Team ist hochmotiviert. Vor allem deshalb, weil der Bedarf an einer konservativen, bürgerlichen und liberalen Stimme im seichten, linken Medienbiotop groß ist. Sehr groß. Obwohl sich immer mehr Menschen von linken Parteien und linker Politik abwenden, wie die Wahlergebnisse der letzten Monate und der Stimmungsumschwung in der Bevölkerung zeigen, segeln die großen Medien weiter hart auf linkem Kurs.

Nichts kann sie davon abbringen, nicht einmal dramatisch sinkende Auflagen und Marktanteile. Aber von Ökonomie und wirtschaftlichen Zusammenhängen verstehen Sozialisten bekanntlich recht wenig. Jetzt zeigt sich, wie erfolgreich und wie gefährlich der Marsch der Linken durch die Institution war. Die Indoktrination in Schulen, Universtäten, die flankierende Unterstützung der durch und durch-ideologisierten Wissenschaften, die linke Dauer-Propaganda der verstaatlichten Künstler und der enorme Gruppendruck in den Redaktionen verfehlen ihre Wirkung nicht. Blattmacher, Journalisten, Kreative und Redaktionspraktikanten sind nicht in der Lage umzudenken und folgen weiterhin den linken Leitmedien und Meinungsführern in die Bedeutungslosigkeit. Wir schaffen das – Hoffentlich! –, scheint die Devise zu sein. Man berichtet nicht mehr – wie man es von Journalisten erwarten würde – über die existenzielle Krise und den Niedergang der Linken, man versucht mit allen Mitteln die schrumpfende Zahl an Lesern, Sehern und Hörern für linke Parteien und Ideen, für Multikulti, die Transferunion, Genderismus und andere neosozialistische Utopien zu begeistern. Ereignisse und Entwicklungen, die nicht ins linke Weltbild passen – und davon gibt es von Tag zu Tag mehr –, werden so lange umgedeutet und durch den medialen Fleischwolf gedreht, bis am Ende ein für die Bürger ungenießbarer politisch korrekter Meinungsbrei ohne nennenswerten Informationsgehalt herauskommt. Mahlzeit. Machen Sie einen Test: Lesen Sie die Berichterstattung in deutschsprachigen Mainstreammedien über eine x-beliebige Rede von US-Präsident Donald Trump und schauen Sie sich danach die Originalrede auf YouTube an. Sie werden staunen. Wichtig ist den meisten Journalisten nur, dass ihre Kundschaft weiterhin die „richtigen“ – also linke – Parteien wählt und die „richtige“ – also eine linke – Haltung hat.

Sie erinnern sich, als sich im Wahlkampf um die Hofburg praktisch alle wichtigen Medien offen auf die Seite Alexander van der Bellens geschlagen haben. Seither schreibt die Mainstreampresse jeden der mittlerweile vielen Fehltritte und seine vielen Peinlichkeiten schön, weil man sich andernfalls eingestehen müsste, entgegen allen journalistischen Regeln für jemanden Partei ergriffen zu haben, der das Amt des Staatsoberhauptes mehr schlecht als recht ausübt. Doch der Versuch die Menschen in eine ganz bestimmte ideologische Richtung zu drängen, dieses wenig subtile mediale Nudging, gelingt der Mainstreampresse kaum noch. Die Bürger wollen sich nicht mehr belehren, erziehen, bevormunden und manipulieren lassen. Schon gar nicht von weltfremden linken Journalisten, die direkt von der Uni oder FH in die Schreibstube gewechselt sind, sprich ihr ganzes Leben lang ausschließlich im eigenen Saft schmoren. Die Alltagserfahrungen der „einfachen“ Menschen haben fast nichts mehr mit jener Realität zu tun, die ihnen von diesen Journalisten Tag für Tag in Pastelltönen vorgemalt wird.

In der deutschsprachigen Medienlandschaft ist auf der nichtlinken Seite des politischen Spektrums ein Meinungsvakuum entstanden, das von immer neuen und immer mehr kleinen, innovativen Zeitschriften, Blogs oder You-Tube-Kanälen gefüllt wird. Auch in der Medienbranche funktioniert die freie Marktwirtschaft. Deshalb versucht das strauchelnde Establishment nun mit allerlei Zensurmaßnahmen, die selbstverständlich nur zu unserem Besten sind und ganz anders tituliert werden, diese Marktmechanismen außer Kraft zu setzen. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Während die linken Mainstreammedien immer mehr an Substanz verlieren, gibt es im konservativen, liberalen und libertären Medienbereich derzeit einen regelrechten Start-up-Boom. Neue Medien, mit neuen Inhalten und neuen Konzepten schießen, von den etablierten Medien entweder unbeachtet oder als Fake/Hate-News-Produzenten diffamiert, aus dem kargen Boden der deutschsprachigen Meinungswüste.

Auch Frank&Frei ist ein Medium, das versucht, ein Gegengewicht zu den überwiegend linken Medien zu schaffen. Der rote Faden, der sich durch die zweite Ausgabe dieses Magazins zieht, ist das absehbare politische Ende der Linken. Der Niedergang der Sozialisten wird aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, unter anderem vom Soziologen Michael Ley und von Vera Lengsfeld, die jahrelang aktiv in der Opposition gegen das DDR-Regime gekämpft hat und dafür im Gefängnis gelandet ist. Ihr Kampf ist auch 2017 noch lange nicht zu Ende. Ein erschütternder und schonungsloser Bericht über die aktuellen Zustände und Entwicklungen in Frankreich kommt von unserer französischen Autorin Eva Maria Michels. Zu Wort kommt in dieser Ausgabe auch jemand, den die Linken Medien abgrundtief hassen und meiden. Die Rede ist von Martin Sellner, Kopf der Identitären Bewegung in Österreich. Herausgeber Christan Günther und ich haben den „Staatsfeind“ Sellner zum Gespräch geladen, weil wir uns und Sie, liebe Leser, nicht mit gut durchgekauten Second-Hand-Infos aus den linken Meinungsanstalten abspeisen lassen wollen. In Frank&Frei sollen sich die Leser ihre Meinung selbst bilden dürfen, mittlerweile fast ein revolutionärer und subversiver Ansatz. Meinungsgouvernantentum ist unsere Sache nicht. Der mündige Leser braucht keinen spießigen Aufpasser, der ihn an der Hand nimmt, die Welt erklärt und sagt, was er zu denken und mittlerweile auch zu fühlen hat.

Die Blattlinie von Frank&Frei wissen auch viele renommierte Autoren zu schätzen. Für die zweite Ausgabe konnten wir viele neue und bekannte Namen gewinnen. Deshalb ist dieses Heft auch deutlich dicker geworden. Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche und lohnende Lektüre.

Werner Reichel
Chefredakteur
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