Verordnetes Schweigen – Die blutige Nacht von Paris

Kinomontag
Datum/Zeit

6. Februar 2017
18:00 Uhr

Veranstaltungsort
Team Stronach Akademie

TV-Doku, Deutschland, 2002, 43 Min.

Ein Film von Michael Gramberg

„Eine Geschichte so spannend wie ein Krimi, in dem die Verantwortlichen und Hintermänner in den obersten Etagen der Macht saßen.“

(Phoenix)

Verdrängte postkoloniale Konflikte

Inhalt: Am 17. Oktober 1961 versammeln sich über 30.000 Algerier in den Straßen von Paris um gegen den Algerienkrieg zu demonstrieren., Die Polizei geht massiv gegen die Demonstranten vor. Es kommt zu einem Blutbad. Rund 200 Algerier werden erschossen und in die Seine geworfen. Am nächsten Morgen geht das Leben in Paris weiter, wie wenn nichts geschehen wäre. Kein Wort in den Zeitungen, im Fernsehen kein Bild. Die TV-Dokumentation rekonstruiert die Geschehnisse der blutigen Nacht von Paris.

Rezeption: Frankreich Ende der 50er Jahre. In Algerien kämpft das franz. Militär gegen die FLN, die algerische Befreiungsfront. Auf französischem Boden verübt die FLN zahlreiche Attentate. 80 Polizisten kommen dabei ums Leben. Der Präfekt von Paris, Maurice Papon gab die Parole aus: Für jeden von uns, rächen wir uns zehnfach“. Papon war für den Polizeieinsatz am 17.Okt. 1961 verantwortlich. Wenig ist bekannt über dieses blutige Ereignis der jüngeren europäischen Geschichte. Jahrelang haben französische Medien und Politik zu den Geschehnissen in jener Nacht geschwiegen. Erst viele Jahre später wird das Massaker in Büchern und Filmen aufgearbeitet.

Team Stronach Akademie
Verlag Frank&Frei
Nikolsdorfer Gasse 1, 1050 Wien
Telefon

0 59 056 9300