Die Welt dreht sich verkehrt – Vom Umgang mit der Vergangenheit

Kinomontag
Datum/Zeit

3. Juli 2017
18:00 Uhr

Veranstaltungsort
Team Stronach Akademie

Nachkriegskomödie, Österreich, 1946, 87 Min. mit Hans Moser als missgelaunter Beamter Franz Xaver Pomeisl

Regie: Johannes A. Hübler-Kahla
Besetzung:
Hans Moser: Franz Xaver Pomeisl
Max Brod: Polizeibeamter Windholz
Josef Meinrad: Agha, türkischer Offizier

Inhalt: Der stets missgelaunte Beamte Franz Xaver Pomeisl bekommt einen Zauberring geschenkt. Mit ihm kann er das Rad der Zeit zurückdrehen. Weil er der festen Überzeugung ist, dass früher alles besser war, begibt er sich auf eine abenteuerlichen Reise in die Vergangenheit. Stationen seiner Zeitreise sind das Wien im Jahr 1815, zur Zeit der Türkenbelagerung und Vindobona kurz nach Christi Geburt.

Rezeption: Der 1946 produzierte Film ist eine selten gezeigte Rarität. Von der (linken) Filmkritik gilt er als Beispiel für den problematischen Umgang des Nachkriegsösterreichs mit seiner Geschichte, sprich mit der Verdrängung der selbigen. „Die Welt dreht sich verkehrt“ wurde auf der Diagonale 2016 unter der Überschrift „Österreich zum Vergessen“ gezeigt. Verdrängen können die Österreicher aber nach wie vor gut. Vor allem jene, die sich in die Vergangenheit und ihre „Aufarbeitung“ flüchten, um sich nicht mit den gefährlichen Entwicklungen und akuten Problemen der Gegenwart auseinandersetzen zu müssen. Am Ende des Films, zurück von seiner Zeitreise in der Gegenwart, kommt Pomeisl (Hans Moser) zu dem Schluss: „Vielleicht gibt es die gute alte Zeit gar nicht (…) da wär’s fast gscheiter, wenn man sich einbilden möcht, dass die gute Zeit vor einem und nicht hinter einem liegt.“

Team Stronach Akademie
Nikolsdorfer Gasse 1, 1050 Wien
Telefon
0 59 056 9300
Anfragen und Auskünfte
office@teamstronachakademie.at