Die Krawalle beim G20-Gipfel und ihre Wurzeln

11. Juli 2017 – Michael Hörl Michael Hörl

Die Krawalle beim G20-Gipfel und ihre Wurzeln

Ein Land, das sich – neben Frankreich – wie kaum ein anderes als antikapitalistisches Bollwerk gegen das internationale Böse versteht, erntet nun, was es jahrzehntelang gesät hat.
Das Inferno beginnt schon in der ersten Nacht: brennende Autos, verwüstete Straßenzüge. Abertausende Vermummte von Antifa und „Schwarzem Block“ bescheren der Hansestadt am Wochenende Bürgerkriegsfeeling. Sowjet-Fahnen und „Kommunistische Internationale“ inklusive.

Presserat hatte kein Problem mit Spiegel-Cover

Presserat hatte kein Problem mit Spiegel-Cover

Das linksliberale Bürgertum traut seinen Augen nicht: Verwöhnte Bürgerkinder dreschen – wie von Sinnen – auf junge Polizisten ein, die aus Arbeiterhaushalten stammen und den sozialen Aufstieg schafften. Um sie vorgeblich vom Knüttel des Kapitals zu befreien. Vermutlich würden die am Abend stattdessen lieber gesund nach Hause kommen und ihr Reihenhäuschen weiter abzahlen.

Wer deutsche Geografie- und Wirtschaftsbücher liest, den erstaunt das nicht: Die Marktwirtschaft kommt ausschließlich als menschenmordendes, ausbeuterisches und Kinderarbeit förderndes „Kapitalisten-Ungeheuer“ vor, das niemand zu bezwingen vermag (in Österreich ist das nur um Nuancen besser). Alles was nach Konzern und Globalisierung riecht, ist böse und muss bekämpft werden – konsequenterweise wird es in Schule und Uni beim Thema Ökonomie erst dann menschlich, wenn der Deutsche Gewerkschaftsbund oder Attac die Welt erklären.

Wer über die Hass-triefenden Anti-Trump-Titelblätter von SPIEGEL und Co. erschrocken war (oder sich noch an ähnliche Berichte über Helmuth Kohl und Ronald Reagan erinnern konnte) – der ahnt, woher der Hass kommt. Denn die Medien verstärken das Unwohlgefühl, mit dem die deutsche Jugend ihre Gymnasien verlässt. Man könnte subsumieren: Die Jugend verlässt ihre Schulen mit einer Wut auf „das System“ – ohne freilich je in diesem gewesen zu sein.

Das ist umso erschreckender, als Deutschland halt nicht irgendein Land ist. Es ist ein Land, in dem Hass und Menschenhetze schon einmal die halbe Welt ins Unglück gestoßen haben. Wer das vergisst, hat nichts verstanden.

MMag. Michael Hörl
In „Deutschland lügt sich links“ erklärt der Salzburger Wirtschaftspublizist, wie Europas Eliten ihre Staaten am marxistischen Gleichheitsbegriff ausrichten. Und mit welchen Tricks sie ihre Bürger in Schulen, Unis, NGOs und Medien gegen „das System“ aufbringen. Bis es kracht. Das Buch setzt sich auch intensiv mit Österreich auseinander.
„Deutschland lügt sich links“ ist bei eco.bizz.verlag erschienen und kostet in der Kindle-Ausgabe € 9,99.

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